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Herbstnebel unterm Watzmann

Rund um den Königssee  [ 29.09. – 03.10.2012 ]

Die östlichste Gebirgsgruppe der deutschen Alpen war dieses Mal unser Ziel – die Berchtesgadener Alpen. Eine herbstliche Hüttentour führte uns zunächst über die Höhen am Königssee entlang, dann durchs Steinerne Meer zu Deutschlands Kältepol, dem Funtensee, schließlich auf den Gipfel des höchsten und sicherlich auch bekanntesten Berges dort, den Watzmann.

Mit dem Nachtzug der DB (den gab's damals noch) hatten wir München erreicht, von dort fahren wir nach Salzburg weiter, per Bus dann nach Berchtesgaden. Zwischendrin unterbrechen wir die Fahrt, um die Almbachklamm zu durchwandern und um uns die Ettenberger Wallfahrtskirche anzuschauen.

Am nächsten Morgen lassen wir uns von der Seilbahn auf den Jennergipfel bringen, wo wir zur Rundwanderung starten. Auf gut ausgebautem Hüttenweg wandern wir zum Torrener Joch und von da weiter, teilweise unangenehm glitschig, auf den Schneibstein. Über dem Königssee liegt eine dicke Herbstnebeldecke, oben haben wir gute Weitsicht auf den Watzmann und die anderen höheren Berge der Umgebung. Am Seeleinsee und am Hochgeschirr sind wir noch über den Wolken, dann tauchen wir in den Nebel ein und erreichen auf schönem Waldweg die Wasseralm.

Auch am folgenden Tag geht es zunächst neblig weiter, bis wir ausreichende Höhe erreicht haben. Wir kommen an der Blauen Lache, einem malerisch gelegenen kleine See, und am Steinhütterl, einer Schafhirtenunterkunft, vorbei, bevor wir durch die Lange Gasse und über die Niederbrunnsulzenscharte einen Teil des Steinernen Meers durchqueren. Schließlich wieder im Nebel, wandern am Funtensee vorbei zu unserem heutigen Tagesziel, dem Kärlinger Haus.

Im leichten Regen steigen wir heute auf dem Serpentinenweg der Saugasse zum Königssee ab. Am Ufer des Sees entlang erreichen wir St. Bartholomä, dann erwartet uns der lange Aufstieg über den Rinnkendlsteig und den Falzsteig zum Watzmannhaus.

Am letzten Tag unserer Runde zeigt sich das Wetter doch noch von seiner besten Seite, herrlicher Sonnenschein erwartet uns und die Sicht ist phantastisch. Wir wandern zunächst auf angenehmem Spazierweg zum nördlichsten Watzmann-Gipfel, dem Hocheck. Von dort geht es in leichter Kletterei – teilweise etwas ausgesetzt – auf dem Grat zur Mittelspitze, mit 2713 Metern der höchste Punkt des Watzmann-Massivs. Am Grat entlang zurück zum Hocheck, dann folgen zum Abschluss der Tour die gut 2000 Höhenmeter des langen Abstiegs zum Königssee.

Landkarte mit den Tagesetappen